8. Wie lange dauern die Transporte?
Um die statische Sicherung rasch vorzunehmen und in der Folge weiteres Material
einzubringen, muss viel Aushub in relativ kurzer Zeit herangebracht werden. Die
angesetzten ca. 1,2 Mio. cbm Aushub entsprechen etwa 2 Mio. Tonnen. Ein Güterzug (50 t
pro Wagen, ca. 40 Wagen) kann auf einer Strecke wie der Nagold- und Schwarzwaldbahn
ca. 2000 t fassen.
Bei Bedarf kann gleichzeitig ein zweiter Güterzug fahren, während der erste auf dem
Rückweg ist, so dass morgens etwa im Abstand zweier Stunden nacheinander zwei Züge
eintreffen würden. Stauraum dafür ist auf den weitläufigen Gleisanlagen von Calw Süd
vorhanden, ein großer Vorteil dieses Bahnhofs. Bei 2000 t täglich würde der Verkehr etwa
fünf Jahre dauern, bei Zwei-Zug-Betrieb etwa zweieinhalb Jahre.
Beim Transport mit Lastwagen darf ein Hängerzug 25 t laden. Um 2000 t Kapazität pro
Tag zu erreichen und damit zur Bahn konkurrenzfähig zu sein, müssten also etwa 80
Lastzüge täglich fahren. Mitsamt leerer Rückfahrt ergibt das etwa 160 Lkw-Fahrten im
Einzugsbereich von Hirsau und Althengstett.
Da ein stetiger Zufluss von Material nicht zugesagt werden kann, da es erst irgendwo
anfallen muss, ist es wahrscheinlicher, dass sich der Zeitraum der Transporte auf rund zehn
Jahre oder länger ausdehnt. Je nach Aushubanfall auf Baustellen, dessen Abfuhr sofort
erfolgen muss, kann die Verkehrsbelastung an Spitzentagen auch höher sein als 100 oder
160 Lkw, an anderen Tagen niedriger.
Wie ist der Zustand der Verkehrswege?
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