2. Wie soll die bauliche Lösung aussehen?
Was vor 40 Jahren versäumt wurde, muss nachgeholt werden: Das Höherlegen des Baches
und das Auffüllen der Talsohle soweit, bis die Böschungen dadurch niedriger, flacher und
somit standsicher werden. Das Auffüllen muss mit unbelastetem Aushub oder Erdreich
erfolgen, das keine gleitenden Schichten bildet.

 | Lageplan der alten Deponie. Gelb = geplante zusätzliche Auffüllung zu der historischen Ablagerung nördlich und südlich davon. Der berührende Bogen ist die Schwarzwaldbahn. Links geht es nach Calw, rechts folgt der Tunnel Richtung Weil der Stadt. Grafik: Arcadis Sanierungsplanung, Karlsruhe. |
Diese zusätzliche Menge an Ablagerung ist statisch unbedenklich, auch für den talseitigen
Bahndamm, da er nicht direkt berührt wird, denn der Bachdurchlass unter dem Bahndamm
wird nicht verändert. Der in der alten Deponie abgelagerte Müll verursacht keine Probleme,
sofern er unverändert an Ort und Stelle bleibt.
Das Bachbett kann bedenkenlos höhergelegt und aufgefüllt werden, weil es sich dort seit
dem Bahnbau 1870 um ein betoniertes künstliches Bachbett handelt, das biologisch tot ist.
Die Betonkaskaden ober- und unterhalb davon und die hohe Fließgeschwindigkeit dulden
heute keine Lebewesen.
Mit der Deponiesanierung soll das Bachbett von oben her, vom natürlichen Abschnitt
ausgehend, soweit mit flachen, für Lebewesen gangbaren Stufen ausgestaltet werden, dass
der Bach bis vor den Bahndurchlass wieder ohne Unterbrechung zum Lebensraum wird.
Wie soll die Sanierung technisch geschehen?
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