Plan zur Sanierung der Deponie

 

 

 

3. Wie soll die Sanierung technisch geschehen?

 

Zunächst genügen ca. 300 000 Kubikmeter Aushub, um die Böschung statisch zu stabilisieren. Mehr bräuchte es eigentlich nicht. Um die Kosten für die Baumaßnahmen zu decken, kann aber weiteres Erdreich eingebaut werden bis zu einer Menge von ca. 1,2 bis 1,5 Mio. Kubikmeter. Außerdem wird die erwünschte Renaturierung des Baches erleichtert, wenn die Talsohle höhergelegt wird. Insgesamt wird die Auffüllung realistischerweise etwa zehn bis zwölf Jahre dauern.

Zunächst würde der Bach in ein provisorisches Bett am Rande der Deponie – entlang des Welzbergweges – verlegt, das allerdings das Dutzend Jahre halten muss bis zum endgültigen Abschluss der Auffüllung. Dann wird das alte Bachtal aufgeschüttet. Zum Schluss erhält der Bach an seiner jetzigen Stelle wieder ein neues, künstliches, aber naturgemäß angelegtes Bett.

Per Bahn kann das Erdreich direkt bis neben die Einbaustelle herangeführt werden, ohne Berühren von Straßen. Ein ebenes Entladegleis und eine Entladefläche sind nötig. Radlader verteilen dann das Material auf der Deponie.

Auf dem Straßenweg müsste zunächst die Waldstraße auch im vorhandenen Bestand für eine höhere Belastung ausgebaut werden und an vielen Stellen für zwei Spuren oder längere Ausweichspuren. Weil die Straße nirgends direkt an die Deponie grenzt, müsste eine neue Abzweigung die Bahnstrecke kreuzen. Ein neuer höhengleicher Überweg über Bahnstrecken ist aber gesetzlich nicht zulässig. Zwar könnte eine Baustraße inoffiziell das Gleis queren, aber nur, bis der Landkreis die Möglichkeit erhält, in den Bahnausbau für die S-Bahn einzusteigen, und das will er ja bald.

Für den Straßenweg muss also auch ein Brückenbau über die Bahnstrecke oder eine Unterführung eingeplant werden. Für den S-Bahn-Verkehr muss die Strecke in diesem Bereich wieder zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert werden. Es ist also eine etwa neun Meter breite und fünf Meter hohe Brücke nötig oder eine Kfz-Unterführung. Eine Unterführung würde allerdings in die Ablagerungsflächen der Mülldeponie eingreifen, was man bisher ja vermeiden will. Außerdem fehlt zwischen Felswand, Straße und Bahngleis der Platz für Böschungsrampen.

 

Wer sind die Beteiligten?
zurück zur Übersicht

 

 

Startseite Sitemap/Suche Kontakt Impressum Links Seiteninhalt drucken