  | Daniel Caspary und der neue Landrat von Calw, Helmut Riegger (links), entdeckten gemeinsame Perspektiven für Calws künftige S-Bahn. Hans-Ulrich Bay (rechts), Chef der Eisenbahnfreunde in Calw als 'Weichensteller' des Besuchs, war es zufrieden. Foto: WSB |
Besuch aus Brüssel: Daniel Caspary in Calw
'Calwer Schwarzwaldbahn: Ein Gewinn auch für Stuttgart'
Calw. - Einen bemerkenswerten Gast sahen die Calwer Bahnanlagen vor wenigen Tagen:
Daniel Caspary, Mitglied des Europäischen Parlaments,
erstieg das historische Bahnstellwerk des Vereins Württembergische Schwarzwaldbahn (WSB)
am historischen Bahnhof Calw Süd.
Von dort aus besah er sich die künftigen Möglichkeiten für die Erschließung
von Stadt und Kreisgebiet durch die geplante S-Bahn.
'Vor allem für Calw wäre die Bahn ein großer Gewinn', befand Caspary spontan.
Aber auch der Region Nordschwarzwald werde der Magnet S-Bahn zugute kommen.
Anschließend traf sich Caspary, der aus Karlsruhe stammt und familiäre Kontakte nach Wildberg hat,
auf dem Calwer Landratsamt mit Landrat Helmut Riegger zu einem Gedankenaustausch in Sachen Schwarzwaldbahn.
Gerne nahm Riegger nicht nur das Angebot wahr,
die Kontaktmöglichkeiten des CDU-Mitgliedes Caspary bis nach Berlin zu nutzen:
'Für die Bahn sind wir vor allem auf Zuschüsse des Bundes angewiesen'.
Angesichts der Sichtweise europäischer Dimension von Daniel Caspary,
die weit über die Grenze der Regierungsbezirke Karlsruhe und Stuttgart hinausgeht,
wagte Riegger auch Blicke zu den weiteren Nachbarn:
Freudenstadt habe seit Jahren wieder direkte Bahnverbindung nach Stuttgart
und mit der S-Bahn nach Karlsruhe, mit besten Erfolgsquoten vor allem im Ausflugsverkehr.
Der Landrat: 'Da werden wir Argumente für Calw sammeln'.
Den gleichen Effekt zeige bereits jetzt die seit zwei Monaten fahrende S-Bahn nach Kirchheim/Teck,
Rieggers ehemaligem Wirkungsort. Caspary und Riegger waren sich einig:
Der Kreis Calw wolle nicht nur etwas vom Land für seine Bahn.
'Er hat für die Region um Stuttgart auch etwas zu bieten',
ob Wohnfläche entlang der Strecke bis Calw für die kommende Gewerbeansiedlung von Bosch in Malmsheim
oder sehr interessante Ziele für den Tages- und Wochenendtourismus.
Es würden genau so viele Züge von Calw nach Stuttgart fahren wie von dort nach Calw.
'Und die nach Calw sind die Chance für unsere Region,
aber auch genauso ein Gewinn für die Region Stuttgart',
unterstrich Riegger: 'Das können wir selbstbewusst vertreten'.
Deshalb habe die Schwarzwaldbahn bei den Vorhaben des Landkreises jetzt oberste Priorität.
Beide Politiker kamen überein, dass sie ihren Kontakt vertiefen werden.
Sehr zufrieden zeigte sich auch Hans-Ulrich Bay, den Vorsitzenden des WSB-Vereins,
schließlich hatte der Verein den Besuch des CDU-Mitglieds Caspary vermittelt.
Dass er Argumente hörte, die er selbst schon seit langem in der Diskussion verwendete,
freute ihn sehr: 'Die Botschaft ist angekommen'.
Und das 'ohne Einflüsterungen des Vereins', so Bay schmunzelnd:
'Gäste von weiter weg sehen die Calwer Lage oft sehr viel schneller und klarer,
und neue Leute von außen ebenso'.
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